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Innere und äußere Welten

Das holographische Universum I

Julia Heilmann-Schuricht
am
14. September 2016

Dies sollte eigentlich ein Logbuch werden, aber ich starte hiermit eine neue kleine Serie-über das holographische Universum. Beginnend mit ein paar ganz allgemeinen Betrachtungen und den Spiegelgesetzen..Viel Freude damit..

Heute teile ich gerne folgenden Gedanken mit euch: Was nützen einem Tagesqualitäten? Was sagen sie einem? Ist man dazu gezwungen, sich mit ihnen zu befassen? War das nicht schon immer so? Oder war es eigentlich nie so? Was soll all das Gerede über Portale, Tore, Wellen? 

Wo kommen sie her und warum ?

Die Spiegelgesetze

Was ich dazu empfinde und sehe sind natürlich keine absoluten Aussagen, sondern einfach meine Beobachtungen und Eindrücke und Erfahrungen. Die für mich großartigste Entdeckung, die man in sich machen kann-bis jetzt zumindest-ist die, dass tatsächlich alles, was man erlebt auf die ein oder andere Art ein holographisches Abbild von etwas ist, das in einem selbst existiert. Hier fängt aber bereits etwas an, was nach meinem Gefühl sehr oft missverstanden wird und zu dem geführt hat, womit sich viele Menschen regelrecht terrorisieren: Den sogenannten „Spiegelgesetzen“. Sie sind eine simple und schlichte Übersetzung von ein paar physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die aber nicht so starr sind, wie das in diesen Spiegelgesetzen dargestellt wird-und die vor allem einen Haken haben: Wenn du es siehst,  kannst du es nicht 1:1 übersetzen.

Was sagen diese sogenannten Spiegelgesetze? Sie besagen, dass alles, was Dir begegnet, dir etwas spiegelt und zwar entweder das, was du ablehnst, aber in Wahrheit selbst bist (deinen Schatten) oder das was in dir -noch nicht geheilt ist oder eben etwas, das bereits heil ist in dir, wenn es eine angenehme Erfahrung ist.

Der Haken an diesen „Gesetzen“ ist zum einen, das sie, wie so vieles andere, oft als Waffe benutzt werden im Miteinander und als Ausrede, um die Verantwortung für das eigene Handeln anderen gegenüber abzugeben. 

Worum geht es hierbei wirklich? Hat wirklich alles, was einem begegnet etwas mit einem zu tun? Ist alles eine Botschaft an Dich? Ist das nicht ein sehr „Ichzentriertes Weltbild?

Nach meiner Erfahrung kommt das ganz darauf an, von wo aus man erlebt, was man erlebt-und von wo aus man dieses Erlebte beantwortet. Denn genau hier öffnen sich Türen des Verständnisses zu den ureigensten Mechanismen und Programmen. Die Spiegelgesetze beschreiben duale Bedingungen und Beziehungen- aus der Perspektive der Quelle gibt es keine Spiegel, sondern nur ein Hologramm.

Das Anwenden von „Gesetzen“, gleich welcher Art, ist oftmals der Versuch, etwas zu verändern, was einem nicht gefällt. So lange man dies wie ein Rechenaufgabe betreibt á la: Aha!, Hier begegnet mir dieses, also stelle ich jenes um, dann wird mir das nicht mehr begegnen“-wird man die Erfahrung machen, das sich eventuell kurzfristig etwas verändert, es aber dann von hinten wieder an einen herantritt.

Was ist da passiert, was läuft da falsch? Die meisten Menschen versuchen, das Leben zu knacken. Es übersichtlicher zu gestalten,  das Verstehen Wollen des Lebens dient hier eigentlich allzu oft dazu, die eigenen Bedürfnisse besser zu befriedigen. Und all das- fährt früher oder später stark gegen die Wand. Ursprünglich leiten sich die Spiegelgesetze aus der Hermetik ab-aus den Grundsätzen, die Hermes Trismegistos  postuliert hat und einer dieser Grundsätze ist/war: „Wie oben, so unten.“  Ich zitiere nicht so gerne aus der Bibel, aber auch da findet sich dieses Prinzip: „ Wie im Himmel, so auf Erden“. Findige Esoteriker haben diesen Satz dann umgedreht und man liest des öfteren: Wie unten, so oben. Und genau hier beißt sich die Katze in den Schwanz oder auch der Spiegel zerfällt in tausend Scherben.

Die Gemeinsamkeit von oben und unten und einem Spiegelbild ist, dass es eine Beziehung ausdrückt, die flach ist. Ein Spiegel zeigt dir eine Seite und verbirgt die andere.  Die Beziehung zwischen oben und unten ist eine lineare-wie eine Münze, die eine Ober -und eine Unterseite hat. All dies ist Ausdruck der dualen Erfahrung. Aber mehr ist es eben auch nicht. Ein Ausdruck einer Erfahrungsbene, in der sich alles in zwei Gegensatzpaare aufteilt. Schwarz und Weiß, Richtig und Falsch, Gut und Böse. Der Mensch ist gereift, herangewachsen und spezialisiert im Erleben der Welt, der Schöpfung aus der Perspektive dieser Gegensätze. Das kann er, hier kennt er sich aus. Und genau hier stehen gerade viele viele Menschen, die versuchen, da „raus zu kommen“-Sie versuchen es, indem sie es übersetzen mit dualen Bezügen, Die Dunkelheit, das Licht.-Und das funktioniert nicht.

Was ist die neue Welt? Die neue Erde? Die neue Energie? Im Grunde ist es nichts anderes, als eine Evolution über diese Erfahrungsebene hinaus, in der alles aufgeteilt ist in zwei Hälften.

Vom Spiegel zum Hologramm

Also nichts wie weg-raus hier aus diesen elendige Gegensätzen..bloß wie?

Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber dies ist nun einmal das, worüber ich am meisten erzählen kann: Die Erfahrung, dass das Herz der Schmelztiegel unseres Seins ist. Der Ort in uns, an dem die Gegensätze angenommen werden und gewandelt werden-und genau hier geschieht auch das Unmögliche-das Undenkbare: aus den Gegensatzpaaren wird nicht plötzlich eine Einheit-es entsteht nicht einfach das Altbekannte, nur „in angenehmer“ oder gar in „wie ich es will“, sondern aus unseren Herzen wird etwas gänzlich Neues geboren.

Nun versucht aber der Verstand, der darauf trainiert ist, Risiken abzuwägen und zu berechnen, genau dies zu verstehen. Wie sieht es denn aus, dieses Neue? Was genau wird denn aus „dem Bösen“ und „dem Guten“, wenn es im Herz verschmolzen ist?

Nun. Dies muss eben erst erfahren werden. Es kann nicht im Vorfeld verstanden werden, da unser Verstand so nicht funktioniert. Er kann nicht etwas verstehen, das er nicht kennt. Er kann es nicht in Bezug setzen, nicht berechnen, nicht kalkulieren.

Wer also darauf wartet, zuerst verstehen zu wollen und dann erst geschehen zu lassen, der wird weiter warten ..und warten..und warten. Das ist gemeint mit dem großen Loslassen oder auch der Hingabe an die innerste Göttlichkeit . Das ist gemeint mit Vertrauen oder dem „leap of faith“-zu springen, ohne bereits zu wissen, ob und wo man landen wird ist kein Test, keine Prüfung, ob man „geeignet“ ist, es ist eine physikalische Notwendigkeit. Und so lange man das nicht tut, begegnen einem weiter Spiegel, die einem eine Seite zeigen und die andere Seite verbergen. 

Hat man es einmal erlebt, ist das nächste Mal einfacher. Man kennt es bereits. Auch der Verstand hat es nun zumindest einmal erlebt und berechnet neu. Genau an diesem Punkt sollte man sich bewusst darüber sein, dass der Verstand zwar „mitwächst“ mit den Erfahrungen, die der Mensch durch die Alchemie des Herzens sammelt-sich auch verändert bis zu einem gewissen Grad-er aber dennoch ein Werkzeug bleibt, das im Rahmen der neuronalen Verknüpfungen des Gehirns funktioniert. Er wird also nie aufhören, Bezüge herzustellen, zu vergleichen, zu berechnen. 

Genau dafür ist er gedacht. Echtes Verstehen findet jenseits des Verstandes  statt und kann nicht wirklich ausgedrückt werden. Aber mit jedem Mal, in dem eine duale Beziehung „gelöscht“ wurde im Herz eines Menschen, mit jedem Mal, in dem das Verstehen dieses Menschen dadurch gewachsen ist und er sich ausgedehnt hat-wird diese Verstehen übertragen auf vielen Ebenen und Wegen.

Es brennt ein Loch in die Filter, die zwischen den Dimensionen bestehen, ganz ähnlich wie ein Kornkreis der , so wie ich es sehen kann, auf ähnliche Weise entsteht. Irgendwann ist der Filter ganz verschwunden und der Mensch kann plötzlich die Welt wahrnehmen , ohne sie in Gegensatzpaare aufteilen zu müssen. Das ist der Prozess, den wir alle erleben-individuell und kollektiv. Und den wir beginnen überall zu beobachten. Sei es in Entdeckungen der Biologie, die beobachtet, wie „plötzlich“ Kommunikation im Gehirn zwischen den Gehirnhälften stattfindet, die zuvor so nie beobachtet wurde ( und ein Ausdruck der Überwindung von entweder-oder ist), sei es in der Natur, in der plötzlich Verhaltensweisen zwischen Arten auftreten, die dem zu widersprechen scheinen, was wir über die Hierarchien zu wissen glaubten, sei es in den Aktivitäten unserer Sonne.

Und hier komme ich zur Ausgangsfrage zurück: Was soll das also alles mit den Tagesqualitäten, den Toren, den Portalen?

Wozu ist es gut?

Letzten Endes ist es ein „äußerer“ Ausdruck dessen, was im Inneren der Menschen geschieht. Wir sind dem weder ausgeliefert, noch geschieht uns dies. Die Bewegungen der Planeten, die Sonnenstürme, die Bewegungen um bestimmte Achsen und die Magnetismen zwischen den Gestirnen, all das sind Entsprechungen unserer sich verändernden Zellabläufe, unserer Biosysteme, unseres Denkens und Fühlens-und manchmal erscheint es so, als würden Menschen sich verändern, weil gerade eine „große kosmische Welle“ über uns hereinbricht- aber es ist interaktiv.

Jeder Mensch, der dies einmal in sich erlebt-löst die nächste komische Welle aus- und die nächste kosmische Welle berührt dann wieder eine gewisse Anzahl von Menschen-wobei dies so zu beschreiben, bereits wieder zu dreidimensional ist. Tagesqualitäten zeigen an, wo der Fokus des „Gesamtorganismus“ an diesem Tag stärker ist. Das kann einen mehr oder weniger betreffen, je nachdem, wie stark man gerade mit seinem individuellen Fokus verbunden ist mit diesem Gesamtorganismus. Man kann diese Qualitäten aufgreifen und integrieren oder nicht. Man ist nicht abhängig davon, ebensowenig, wie es wichtig wäre, dass man darüber überhaupt etwas „weiß“.

Was hat das mit der heutigen Tagesqualität zu tun?-Recht wenig, außer, dass dieser Tag eine ruhige klare Qualität mit sich bringt, die unterstützt, alles, was einem nicht mehr dient, hinter sich zu lassen. Den Spiegel ruhig mal fallen lassen-aus den Scherben ergibt sich vielleicht ein ganz neues Bild..

In diesem Sinne, Grüße von hier,

Julia

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