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Logbuch

Julia Heilmann-Schuricht
am
15. Juli 2016

Heute für mich spürbar ist das Paradox, dass das Universum nur ja oder nein versteht - will heißen: selbst 99 Prozent Überzeugung sind ein Prozent zu wenig. Die Verschmelzungsprozesse auf den verschiedenen Ebenen fördern alles zutage, was genau diesem Prozess skeptisch bis ablehnend gegenüber steht. Und das sind alle Programmierungen, die nicht so recht glauben wollen, dass grenzenlos zu sein wirklich ungefährlich ist. Anders ausgedrückt: Wenn auch nur ein kleiner Bewusstseinspartikel in dir, irgendein versprengtes Zellprogramm glaubt, dass „da draußen“ irgendetwas ist, das dir schaden könnte, gibt es Sand im Getriebe. (oder Schnecken an deinen Lieblingsblumen oder Kaffeebesuch, der „Besetzungen“  an Stelle von Pralinen mitbringt…)

In  solchen Aha-Momenten leg ich mich nieder, versenke mich im tiefsten Inneren im Herzraum und lasse den Blick von da über mein Universum schweifen. Und tatsächlich sah ich da heute zwei kleine Bewusstseinsinseln irgendwo „am Rand“ - alte Reste von irgendwelchen Traumata, die die Erfahrung abgespeichert hatten, dass „da draußen“ manchmal echt unangenehm werden kann.

Das Sich Zuwenden - das Zuhören, das Nachfühlen, was diese Anteile so fühlen, ohne den Platz zu verlassen, ist ähnlich wie eine Mutter oder ein Vater, der seine Kinder beobachtet, zärtlich fast, verständnisvoll, bis sie fertig sind, mit dem, was sie da gerade tun und zu dir kommen-angezogen von deiner liebenden Aufmerksamkeit.

Nach Hause, ins Zentrum. Und plötzlich klingen die Geschichte anders, plötzlich wird aus der Überzeugung dieser Anteile, dass wenigstens sie noch die Stange der Selbstverteidigung hoch halten müssten, eher so etwas wie ein Ausatmen..Puh, in Sicherheit- und beim nächsten Atemzug bleibt ein Lächeln..

Mal sehen, was der nächste Tag bringt.

In diesem Sinne,

Grüße von hier, Julia

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