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Innere und äußere Welten

Manifestation Teil 1/2

Julia Heilmann-Schuricht
am
18. Juli 2016

Manifestation 1/2

Der Grundsatz 

Du kannst nicht manifestieren, was Du nicht bist, bedeutet nicht, dass man erst alles, in sich aufgelöst haben muss, was einem „erfüllten“ Leben im Weg ist, damit man ein solches führen kann. Er bedeutet ganz schlicht, dass man das dahinterliegende Prinzip verstehen muss.

Und das liegt im Annehmen dessen, was ist. 

Wenn ich also zB ein schlecht laufendes Geschäft habe, kann ich mir nicht einfach ein gut laufendes Geschäft manifestieren, weil das schlecht laufende bereits manifest ist. Das heißt: Es existiert bereits und ich kann nicht das Gegenteil davon darüber stülpen, weil das energetisch von der existenten Manifestation als „Angriff“ gewertet würde und somit eine Gegenreaktion zur Folge hat: das „schlecht laufende Geschäft beginnt dann den Kampf um sein Überleben.

Natürlich ist ein Geschäft kein Wesen, das bewusst wahrnimmt- aber es ist aus Dir heraus entstanden und somit beinhaltet es deine Schöpferkraft, einen Teil von dir-und dieser Teil wehrt sich dagegen, wenn er nicht als existent anerkannt wird.

Was also tun? Erst einmal sich bewusst machen, ob man beim Manifestieren etwas bereits Existentes ändern möchte oder ob man etwas ganz Neues schöpfen will. Hier liegt ein großer entscheidender und oft übersehener Unterschied.

In ihm erschließt sich der zweite Grundsatz der Manifestation

Alles was existiert, hat ein Anrecht auf diese Existenz, sonst wäre es nicht existent.

Hierin liegt mehr, als auf den ersten Blick vielleicht ersichtlich. In diesem Grundsatz liegt der Hinweis, dass du nur in deiner eigenen Schöpfung gestalterisch tätig sein kannst, nicht in der Schöpfung anderer. Wenn Du also zB einen Krieg siehst, an dem Du nicht beteiligt bist, so kannst du nicht manifestieren, dass Frieden ist. Jede noch so gut gemeinte Weltmeditation für den Frieden in einem Krisengebiet beispielsweise ist zwar immer (oder meistens) von guter Absicht initiiert, verkennt aber, dass man mit dieser Meditation nicht Frieden schaffen kann, sondern nur mehr Energie für den dort stattfinden Krieg spendet. Das ist die Physik der Schöpfung. Wenn ich also möchte, dass mehr Frieden auf der Welt einkehrt, habe ich gar keine andere Wahl, als Frieden in meinem Leben zu schaffen. Dies wird sich dann hinausprojezieren auf die Welt und sich fortsetzen. Anders geht es nicht. Jede Intervention, jede „Manifestation“, die ändern will, was ist, verstärkt das was ist, weil sie eine Form von Widerstand darstellt- energetisch ist das immer Kampf.

Wenn es also in einer Manifestation um die Veränderung eines Zustandes, einer Gegebenheit oder einer Situation geht, dann immer nur in Bezug auf einen Selbst.

Veränderung bedeutet, etwas kann sich bewegen und den starren Zustand, den es eingenommen hat aufgeben, in eine andere Form wechseln. Das schlecht laufende Geschäft, kann in ein gut laufendes Geschäft übergehen oder es kann ein völlig neues Geschäft an seine Stelle treten.

Diese Art der Manifestation heißt schlicht Annehmen und zwar die Gesamtheit dessen, was etwas ist. Im Beispiel des schlecht laufenden Geschäftes, reicht es nicht, das schlecht laufende Geschäft anzunehmen-das wäre mehr eine Bestätigung und Bejahung und würde nur dazu beitragen, ebenso wie die Verneinung, dass es ein schlecht laufendes Geschäft bleibt.

Anzuerkennen, dass das, was man gerade erlebt, nur ein Teil der Gesamtheit dieses Energieausdrucks ist und man diese Gesamtheit annehmen muss, damit man auch den Teil, den man NICHT sieht erleben kann, ist manchmal wie ein großer AHA- Moment.

Beim Beispiel des Geschäfts wäre das: Ich sehe das, was sich mir zeigt: das schlecht laufende Geschäft, auf der „Rückseite“ gibt es aber das gut laufende Geschäft- beides nehme ich zu mir, nehme ich an. Das ist die Alchemie des Herzens. In diesem Fall ist es etwas duales-also ein schlecht laufendes oder ein gut laufendes Geschäft. In dem Moment, wo ich beides ins Herz nehme in seiner Gesamtheit und es der Quelle übergebe, passiert etwas Weiteres. Das Loslassen dieser Gesamtheit, weil ich es zurück an den Ursprung geführt habe, zurück in die Quelle gegeben habe. Da es im Herz keine Dualität gibt, weil es jenseits der Dimensionen existiert und Ausdruck der nondualen Einheit ist, kommt aus dieser Quelle nun nicht wieder eine duale Schöpfung, sondern die Qualität dessen, was in der Erfahrung der Schöpfung liegt. Im Beispiel des Geschäftes wäre dies:

Eine erfüllende Arbeit, die den innersten Herzensausdruck spiegelt. Wenn man etwas seiner Quelle übergeben hat, dann kann  nichts mehr „schief“ gehen. Das einzige was noch schief gehen kann ist, dass man dem, was daraus folgt, dem was sich in der Folge im eigenen Leben zeigt, wieder Widerstand entgegen setzt. 

Aus der eigenen Quelle können nur Schöpfungen hervorkommen, die zutiefst die Qualitäten der Liebe, Freude und der Einheit mit allem Leben ausdrücken. Und so kann im Beispiel des Geschäftes nun nach der Annahme folgendes geschehen: 

Das Geschäft fängt plötzlich an zu florieren und läuft nicht einfach nur gut, sondern erfüllt dich mit Freude.

Das Geschäft scheitert fulminant und muss aufgegeben werden und an seine Stelle tritt ein Angebot, eine Arbeit, die wie geschaffen für einen ist und dem innersten Ausdruck besser entspricht, als das nicht laufende Geschäft zuvor.

In jedem Fall führt das Annehmen der Gesamtheit einer Situation in eine Lösung, die im Einklang mit dem innersten Selbstausdruck steht und mehr Erfüllung und Freude beinhaltet, als das, was zuvor war.

Der Vorteil beim Manifestieren durch Annehmen ist, dass man nicht auf starke  Visualisierungen zurück greifen muss, nichts weiter beachten muss, außer, dem eigenen Atem und dem inneren Wissen, dass dieser Atem dem Ein-und Ausatmen der Quelle entspricht. 

Manifestationsanleitung:

Versenke Dich in deinem Herzraum, beatme ihn ein paar Atemzüge lang und spüre den tiefsten Punkt in der Mitte. Hier ist die Öffnung zur Quelle, die Verbindung zum Ursprung, der innerste Wesenskern.

Hier ist der einzige Platz und Ort in dir, an dem du wirklich manifestieren kannst, an dem du wirklich annehmen kannst, weil du hier im Zentrum, im Kontakt in Einklang mit der Urquelle bist, sozusagen die Quellperspektive einnimmst. Hier BIST Du die zentrale Sonne deines Universums.

Bleib fest hier verankert und visualisiere dann vor dir vor deinem Körper das, was du Annehmen möchtest (das schlecht laufende Geschäft, die Krankheit, das kaputte Auto, das halbleere Bankkonto) Sieh es wie in einer Seifenblase, wobei die Seifenblase die Gesamtheit der Erfahrung oder Situation beinhaltet, also das, was du sehen kannst und das, was du nicht sehen kannst, die andere Seite oder Hälfte der Seifenblase ( das gut laufende Geschäft, die Heilung, das reparierte Auto etc kurz : die Lösung des Problems)) Atme nun diese Blase ganz in deinen Herzraum, bis sie ganz darin verschwunden ist, lass sie dort eine zeitlang, beatme sie ein paar Atemzüge und lasse Liebe aus dem Zentrum hinausfließen und Dankbarkeit, spüre die Qualität der Erfahrung in ihrer Gesamtheit, wie sie sich in deinem Herzraum zeigt.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Herz ganz ausgefüllt ist von der Energie, sie aufgeladen ist mit Liebe und Dankbarkeit und Freude, atme sie noch tiefer ein, und lass sie in der Öffnung in deinem Zentrum verschwinden- übergib sie der Urquelle in dir, so lange, bis sie ganz dort verschwunden ist. Dann warte. Spür die Stille und die Ruhe, die Pause zwischen dem Ein-und Ausatmen der Quelle.

Nach einiger Zeit ( das können ein paar Sekunden oder auch einige Minuten  sein )

wird aus deinem Zentrum erneut Energie in dein Herz strömen. Dies ist nun die neue Schöpfung, die Antwort der Urquelle-halte sie einen Moment in deinem Herzraum, reichere sie wieder an mit Freude, Liebe, Dankbarkeit und dann atme sie hinaus in dein Universum in alle Richtungen. Spüre, dass diese neue Schöpfung nun dabei ist, zu dir in Form einer materiellen Erfahrung zurück zu kehren. Spüre: Es IST ( das kannst du auch laut sagen-es entspricht ein wenig dem Abrakadabra der Magier-Vielleicht kommt aus dir heraus auch ein ganz anderes eigenes Wort ) Dies kann ein paar Tage, in seltenen Fällen auch ein wenig länger dauern, aber du wirst es sofort wieder erkennen, wenn es dir begegnet. 

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