dreiXsieben
Ein Weblog für bewegte Zeiten
Alles beim Neuen

Wetterbericht für Februar 2017

Julia Heilmann-Schuricht
am
10. Februar 2017

Der 2. Teil über die Blume des Lebens folgt in Kürze. Ich komme derzeit kaum dazu, alles aufzuschreiben, was sich mir zeigt, weil es einfach zu umfassend und zu viel ist und ich das starke Gefühl habe, dass es auch gar nicht darum geht, das alles zu kommunizieren, sondern vielmehr darum, bei sich zu bleiben -und manchmal einfach nur zu atmen.

Mond-und Sonnenfinsternis

 Der Februar wartet gleich mit zwei starken Toren auf: Einer Mondfinsternis am 10./11. Februar  und einer  ringförmigen Sonnenfinsternis am 26. Februar. 

Die Mondfinsternis spürt man heute tagsüber bereits so stark, dass ich, da ich zum Glück heute frei habe einen Meditationsvormittag eingelegt habe. Die Programme, die in den letzten Jahren persönlich aufgearbeitet wurden und nun im Zuge des kollektiven Shifts in den Zellen aktiviert werden, haben es in sich. Egal, wie sie sich zeigen, egal welche Emotionen damit verknüpft sind, sie alle resonieren unter dem Oberbegriff von Scham und Schuldgefühlen-und kommen in Begleitung von Verurteilung, Wut, Groll, Schmerzen. In einzelnen Fällen mag es lohnen, in die Tiefe zu gehen und sich das Programm anzusehen, aber in den allermeisten Fällen gibt es keine wirklich Ursache, die auffindbar wäre. Es sind menschliche Muster, grundlegende Mechanismen, die sich an die persönliche Geschichte binden -und so eng verknüpft sind mit unserer Biologie, das sie viele Jahre unbemerkt und unbewusst abliefen. Sie sind es zB, die dafür sorgen, dass manche Menschen einem auf Anhieb sympathisch oder unsympathisch sind, die zum Teil unseren Geschmack bestimmen, unsere Vorlieben und Abneigungen. Aber auch das, was wir Selbstbild nennen und das wenig mit dem zu tun hat, was jeder Mensch, ohne Ausnahme in der Tiefe tatsächlich ist. In ihrer Gesamtheit bilden sie ein regelrechtes Gefängnis für unser Bewusstsein und dieses Gefängnis bricht gerade so umfassend auf, dass es einem so vorkommen kann, dass man gerade erst die ersten Schritte macht im Kontakt mit sich selbst. Das ist natürlich nicht wahr. 

Liebe Liebe Liebe-ohne Absicht

Es braucht keine Erklärungen für plötzlich aufsteigende Ängste, Panikattacken, Engegefühle, als würde der Brustkorb zerdrückt, Herzrasen, Herzklopfen, Angst, Erinnerungen, die von irgendwoher zu kommen scheinen-all das sind die Reaktionen des Körpers und der Psyche, der Erinnerungen unserer Vorfahren und Abwehrmechanismen, die reagieren auf die scheinbare Bedrohung, durch die einströmende Energie, die derzeit von der zentralen Sonne und einigen Sternbildern zu uns geschickt wird. Alles, was man da tun kann, ist entweder losgehen und völlig ausrasten-und ja, das geschieht-oder aber, sich zurück ziehen, atmen, sich im Herz verankern und kommen lassen, was da kommt-es nicht festhalten, es nicht „wegrationalisieren“, es nicht erklären oder verharmlosen, es nicht labeln mit : Es ist mein gutes Recht, dies zu denken oder zu fühlen -es weder hinnehmen, noch verdrängen, sondern-es absolut und radikal..lieben.

Zu lieben, was an „unangenehmen“ Gefühlen und Gedanken auftaucht, an Schmerzen oder Engegefühlen geht auf zweierlei Weise-zumindest ist es das, wie es sich in mir zeigt. Da mag jeder seinen Zugang finden.

Entweder holt man die Emotion, den Bewusstseinsanteil, der sich zeigt, die Gedanken, ganz nah zu sich ins Zentrum-oder man lässt die Liebe aus dem Zentrum überfließen, bis sie die äußersten Winkel der Wahrnehmung des eigenen Universums erreicht hat.

Hier ist wichtig, dass keinerlei Absicht dahinter steckt, wie zB ein „nicht Spüren Wollen“ oder Loswerden-Wollen. Ihr werdet merken, dass wenn ihr versucht zu lieben, UM zu verändern, etwas blockiert. Es ist nicht schwer, dies zu tun, es braucht nur den Fokus auf das innerste Zentrum der Quelle -während Emotionen, Gedanken oder Schmerzen anwesend sind. Ihr werdet merken, dass ein Fokussieren auf die Liebe im Zentrum, die Liebe verstärkt-tiefes Beatmen oder auch die Absicht, die Liebe zu vergrößern, bewirken tatsächlich eine Zunahme der Intensität dieser Kraft. Sie beginnt sich zu sammeln und fließt irgendwann über-und sucht sich selbst ihren Weg-Die Anspannung schwindet, die Enge wird weit und die Emotion, die Gedanken, der Druck oder was auch immer sich zeigte-wandern von selbst näher ans Zentrum heran, bis sie schließlich eingehen in die Quelle..Das ist wahrhaftiges Annehmen-ein ganz zu sich lassen und zu sich nehmen, bis es sich im Herz wandeln kann. Es geht weniger darum, dass „man selbst“ etwas liebt, was man für verabscheuungswürdig hält oder für entsetzlich, ( lieben ist nicht gleichzusetzen mit gutheißen), alles zu lieben bedeutet, sich der Liebe  nicht in den Weg zu stellen, sondern vielmehr der Liebe freie Bahn zu lassen und dabei zuzusehen, wie sie alles berührt-und plötzlich löst sich ein Knoten. Hier kann es sein, dass eine persönliche Botschaft sich zeigen will-oder eben nicht-die Muster, die jetzt transformiert werden, sind zum größten Teil „Irrtümer“, Schutzmechanismen, die irgendwann einmal einen Sinn ergeben haben, um Schaden zu vermeiden,  gemachte Verletzungen nicht zu wiederholen, jetzt aber stark behindern--teilweise stammen diese Muster und Programme aus Linien aus dem Mittelalter, teilweise sind sie wesentlich älter-und haben auf biologischer Ebene mit der Unversehrtheit des Körpers zu tun und auf spiritueller Ebene mit der Vermeidung von zu starker Bewusstseinsausdehnung . All das, darf jetzt gehen. Und damit es gehen kann, muss es aktiviert werden. Die heutige bzw morgige  Mondfinsternis ermöglicht einen tiefen Kontakt zu dem, was man als tiefstes und innigstes Herkunftsgefühl bezeichnen könnte. 

Tiefe Geborgenheit im Leben-ohne jeglichen Grund. Tränen der Erinnerung ohne Bilder oder Worte können fließen. Die Erkenntnis, dass alle Fehler, die Menschen haben können, im Bauplan des Mensch-Seins liegen und es hier keine Schuldhaftigkeit gibt, lediglich Verantwortung. 

Das Ja zur eigenen Verantwortung, zu dem, was man nach außen trägt, wie man umgeht mit seinen Mitmenschen und Mitgeschöpfen, ist wie ein bewusster Schritt ins Erwachsen- Sein und beendet die Opferhaltung. Hierzu werde ich etwas mehr im zweiten Teil der Blume des Lebens schreiben.

Die Sonnenfinsternis vom 26. Februar wird bei uns zwar nicht zu sehen, aber doch zu spüren sein. Sie ist wie ein Innehalten, ein Rückblick auf die letzten Monate der Reinigung und Klärung und stellt die Frage: Na? Hast Du vielleicht etwas übersehen? Sie ermöglicht zugleich einen Rückblick, als auch einen Blick nach vorne-auf den weiten Raum der Möglichkeiten, der „dahinter“ liegt und der so verheißungsvoll anders aussieht, als alles, was gewohnt war. Veränderung- Veränderung, ohne die Erwartung von „Verschlechterung“ oder Verletzung-Veränderung, die freudig und positiv begrüßt werden kann-dies ist die Qualität der Sonnenfinsternis und zwischen beiden, der Mond- und der Sonnenfinsternis, liegt ein letzter großer Atemzug von innerem Hausputz, um Platz zu schaffen für den neuen Frühling..

In diesem Sinne,

Grüße von hier, Julia

Beiträge aus der gleichen Kategorie