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Wetterbericht für November 2016

Julia Heilmann-Schuricht
am
1. November 2016

Die letzten Tage des Oktobers waren erfüllt von heiliger Stille. Wenn es heißt, alles geht, was nicht mehr passt, dann klingt das recht unspektakulär, kann sich aber sehr spektakulär äußern. Der Wind rüttelte an zuvor fest vertautem Gepäck und wenn man einfach zusah, wie es durch die Luft flog, konnte sich dies fast schön anfühlen. Wenn man allerdings versuchte, die durch die Luft wirbelnden Kleider, alten Fotoalben oder Gegenstände einzufangen, dann wurde man vom Sturm mit gerissen. Für mich brachte der Oktober, vor allem der letzte Tag des Oktobers eine Wiederbegegnung mit einer Qualität, die ich sehr vermisst hatte und die sich beginnt, im November nur weitläufiger zu zeigen. 

Ankunft des Göttlich Männlichen

Das „Göttlich Männliche“ hat viele Gesichter gehabt in all den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden. Und all diese alten Gesichter haben uns geprägt im Hinblick auf unsere Wahrnehmung vom Göttlich Männlichen. Es gar zum Prinzip ausgerufen, dabei ist es eine lebendige Kraft. Wenn ich sage Wiederbegegnung mit einer Qualität,  die ich vermisst habe, dann kann ich das schwer in Worte fassen. Es gibt so viele Vorstellung was das ist: Göttlich Männlich. Wie alles hat diese große Kraft in der dichtesten Dichte viele Filter passiert und sich aufgeteilt in viele Aspekte, die diese ursprüngliche Kraft verändert und verformt  haben. Das ist ein wenig wie bei einer formlosen Flüssigkeit, die eingedickt wird und durch ein Sieb gepresst-wir sehen auf der anderen Seite des Siebes lauter getrennte Kugeln, die je nachdem, wo sie landen eine andere Form und Gestalt annehmen. Das Sieb ist symbolisch für Dimensionsfilter der Dichte und Matrixprogramme. Der Oktober hat ein großes Loch in dieses Sieb gebrannt. Wir nennen diese Löcher Tore oder  Portale, aber wie man es nennt ist eigentlich ganz nebensächlich. Dieses Loch ist permanent und vergrößert sich immer mehr. Und das heißt, dass Qualitäten und Energien jetzt viel mehr, so wie sie sind hier ankommen können. Diese Siebe oder Filter existieren in jedem Menschen, um jede Zelle, um den Planeten-sie sind überall gleichzeitig und die Löcher, sobald sie an einer Stelle auftreten-können überall wahrgenommen werden. Es wird immer schwerer für mich, das in Worte zu fassen, die Gleichzeitigkeit von allem- weil diese Gleichzeitigkeit nicht linear ist.

Ein Mensch, der bereit ist, „kreiert“ so ein Öffnung in sich-dies zeigt sich irgendwann im Universum-sobald es sich im Universum zeigt, zeigt es sich überall-nur nicht zwingend zur gleichen Zeit. Es sind Jetzt- Momente und mit diesen Jetzt- Momenten kann man jederzeit Verbindung aufnehmen. So konnte man diese Verbindung zu diesem Jetzt- Moment, wo sich das Göttlich Männliche in seiner Ursprünglichkeit beginnt zu zeigen, also auch bereits vor 10 Jahren herstellen-dies dann aber nicht kollektiv, sondern nur persönlich und auch nur, wenn die innere Frequenzausrichtung synchron geht mit diesem Jetzt- Moment. Aus einem dieser Ausrichtungen kannte ich die Energie, die sich jetzt zeigt. Damals erschien sie mir übergroß- heute sehr viel sanfter, dafür aber unglaublich lebendig und lebensbringend. Und sie löst die alten Bilder vom Männlich Göttlichen auf, Stück für Stück, aber dies führt dazu, dass sie sich noch einmal zeigen in all ihren Facetten-wo sie noch bestehen. All die Rollen mit ihren Zuordnungen: Der Vater, der Sohn, der heilige Geist, der Krieger, der Kämpfer, der Tyrann, „Gott, der Allmächtige“, der Teufel, Der Starke, der Schwächling-es sind unendlich viele Masken und „Programme“, die hierzu in Bezug stehen. Wenn sie zur Seite treten, sich auflösen in uns, dann kann sich die Energie oder die Kraft in Bewegung setzen und das ist wie ein Aufwecken aller Zellen aus einem Tiefschlaf. 

Erwachen eines neuen Körperbewusstseins

Das Göttlich Männliche ist die Bewegung in allem. Das kann man sich vorstellen wie ein Standbild oder das Märchen von Dornröschen, wo alles in der Zeit eingefroren ist und plötzlich erwacht, weil es berührt wird von einem Windhauch. Das Göttlich Männliche berührt das schlafende Bewusstsein und erweckt es zum Leben. Und in dem Moment findet erst die Realisierung statt, dass das, was zuvor als Leben empfunden wurde, ein Dämmerzustand war.

Dies findet auf allen Ebenen statt und kann sich auch auf allen Ebenen äußern. Wie?

Die Elemente werden berührt, das Feuer fängt Feuer und wird zu Enthusiasmus-die Luft wird erweckt und plötzlich sprudeln die kreativen Ideen-das Wasser wird bewegt und plötzlich vertiefen sich die Gefühle auf nie gekannte Weise-die Erde, der Boden wird hiervon im Moment noch nicht sichtbar berührt-dies wird erst im Frühjahr des nächsten Jahres geschehen. Jetzt ist es eher wie eine Befruchtung des Bodens und in der Winterstille wird es tief in der Erde wach, um sich im Frühjahr zu zeigen. Obwohl dies die Jahreszeit des Rückzuges und der Stille ist, fühlt sich das an wie ein Heraus Drängen, ein Vorwärts-Gehen-und genau dies geschieht auch bei vielen Menschen. Bei manchen auf allen Ebenen, bei einigen ganz vereinzelt.

Es ist wie ein große Hochzeit, die sich über die nächsten Jahre hindurch weiter vollzieht. All diese Ereignisse sind keine vorübergehenden Phänomene, sondern eher so etwas wie ein Ankommen und sich stufenweise und allmählich in alles ausbreitende Kräfte. Am Stärksten ist diese Ankunft im Körper zu spüren-in der Wahrnehmung des eigenen Körpers. Das Körperbewusstsein, die Bioprogramme stellten in den letzten Jahren Probleme dar für die sich hier einfindenden Seelen. Die Überlebensprogramme des Körpers standen oft im Widerspruch zu den Stirb- und Werde Prozessen des Bewusstseins und so fanden hier immer wieder Entkoppelungen, Pausezeiten, aber auch Kurzschlüsse statt, die zuweilen mehr als anstrengend für den Körper und den darin wohnenden Menschen waren.

Bei Menschen, die dafür bereit sind, kann jetzt ein neues Körperbewusstsein einsetzen. Ein Geweckt-Werden, so dass der Körper und jede Zelle zu einem eigenen Bewusstsein erwacht. Ein Bewusstsein, das nicht einfach „belebt“ wird vom Bewusstsein des Menschen, sondern eines, das wie ein eigenes Wesen ist, verbunden mit dem menschlichen Seelenwesen und in tiefer Kommunikation mit ihm. Hierzu wird es noch einiges mehr geben, aber der erste Schritt zum spürbar lebendigen Ausdruck geschieht gerade.  In mir ist vor allem Dankbarkeit für all das, was gerade an Wundern geschieht. Wie vieles aufbricht, sich verändert und in Bewegung kommt. Alles wird durchleuchtet, alles schwingt, alles singt..

In diesem Sinne, Grüße von hier,

Julia  

 

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