dreiXsieben
Ein Weblog für bewegte Zeiten
Alles beim Neuen

Wetterbericht für die erste Septemberhälfte 2016

Julia Heilmann-Schuricht
am
30. August 2016

Er kommt, der Herbst und mit ihm ein paar Winde. Dieses Mal heißt es: bloß nicht festhalten, sonst kannst Du nicht fliegen.

Der Neumond, der eine Sonnenfinsternis ist, gleich zu Beginn des Septembers verspricht erst einmal ein Aufbrechen von Mauern, die vielleicht gar nicht als solche betrachtet wurden -bis zu dem Moment, in dem sie bröckeln. Es wird tief gefühlt, kann aber -noch- nicht gut kommuniziert werden, weder nach innen, noch nach außen. 

Der „himmlische“ Vater  

Das Thema des „himmlischen" Vaters, das sich bereits im August andeutete und das auch in der Gesellschaft präsent ist durch die Glaubensdiskussionen und die Glaubenskämpfe, tritt ins innere Erleben und kann zur schmerzhaften Begegnung mit dem Tyrann, dem gestrengen richtenden Vater, dem allmächtigen Gott, dem urteilenden Lehrer werden. Wer auch immer diese Position im innersten Erleben besetzt hielt oder hält und wenn man es selbst ist. Es ist eines dieser kostbaren und seltenen Fenster, wo alles um dich herum Deine Befreiung von diesen alten Vorstellungen unterstützt. Unfälle, plötzliche Überraschungen, Chaos- all das kann zunächst einmal die scheinbare Botschaft tragen: „Sieht Du? Hättest Du besser auf „mich“ gehört“ oder auch: „Siehst du, es lohnt sich, aufzupassen und sichere Strukturen zu schaffen.“ Aber etwas in dir weiß es besser. Die Sonnenfinsternis hilft dabei, aus jenen Strukturen auszubrechen, die immer schon ein Gefängnis waren. Damit sie erkannt werden können, zeigen sie sich noch einmal -manchmal übergroß, sehr wahrscheinlich auch auf Ebene des Staates und der Regierungen. Hierbei geht es weniger um eine tiefe Erkenntnis-die kann hier und da dabei sein und diesen Aufbruch begleiten-es geht mehr darum, dem inneren Drängen nach der eigenen  Wirklichkeit nachzugeben, sich nicht mehr zurück halten zu lassen-in diesem Fall vom Urteil des inneren oder äußeren „männlichen“  Prinzips der Strenge und Erwartungshaltung. Leg den Gehorsam ab und fliege-das ist die Tür der Finsternis und wer es wagt, wird im Oktober mit einem Lied auf den Lippen zurück kehren und einer Menge an Geschichten.

Diese Begegnungen mit dem „wahren“ göttlich Männlichen und Weiblichen finden immer wieder statt. Dies hier ist bereits die dritte energetische Wiederholung seit 2010 und wird sich auch noch ein paar Mal wiederholen. Die Abstände werden nur immer kürzer. Die Wahrnehmung der Begegnungen unausweichlicher.

Das bedeutet nicht, dass  nur zu diesen „kosmischen“ Gelegenheiten diese inneren Begegnungen und Befreiungen stattfinden können. Es bedeutet, dass sie sich zu jenen Zeiten überall zeigen und von allen mehr oder weniger aufgenommen und verarbeitet werden „müssen“. Waren die letzten Jahre eher der persönlichen Ausdehnung gewidmet, stellt sich die Septemberwelle, die ich  fast lieber Septemberwirbel nennen würde, auch sehr in „äußeren“ Ereignissen dar, die dann wieder im Inneren ein Echo widerhallen lassen-oder gar nicht mehr berühren. Je nachdem, wie sehr diese Kräfte noch aktiv wirken in den Ebenen der inneren Organe und Programmierungen.

Diese scheinbaren Widersprüche werden sich in der ersten Septemberhälfte überall finden: Der eine steht im Sturm und lacht und der andere sucht ängstlich Deckung, die ihm dann allerdings auf den Kopf fällt. Es gibt keinen Fluchtpunkt für diese schier urgewaltig anmutenden Stürme. Naturkatastrophen sind wahrscheinlich, da auch der Planet nun die letzten Reste beginnt frei zu setzen.

Willst du geliebt  werden? 

Das Thema des Geliebt- Werdens und dass man dafür etwas tun muss, bzw der Illusion oder Programmierung, dafür etwas tun zu müssen, ist im Gepäck dieser Finsternis.

Selbst jene, die ihr Herz bereits fast oder vollständig befreit haben, werden damit in der ein oder anderen Form in Berührung kommen. Die Diskrepanz zwischen der tief gefühlten bedingungslos fließenden Liebe zum zwischenmenschlichen bedingten Austausch wird sichtbar und zwingt dazu, noch einmal etwas tiefer zu blicken. Hier können folgende Fragen helfen:

Erlaube ich in mir wirklich bedingungslose Liebe oder bin ich nicht würdig genug?

Versuche ich, Ansprüchen gerecht zu werden, die nicht aus meinem Innersten kommen?

Versuche ich, einem Bild zu entsprechen, das nichts mit dem zu tun hat, was ich fühle?

Wenn nun die Frage kommt: Wie oft soll ich mir diese Fragen denn noch stellen? Dann bleibt nur die Antwort: So oft sie eben erscheinen und etwas anderes auslösen, als Gleichmut oder Zufriedenheit.

Freiheit und Zwang

Die Weite des Himmels ruft und das so laut, das mehr Menschen, als in den letzten Jahren den Ruf hören.

Die Züge im Inneren können sich an manchen Tagen so stark anfühlen, dass die Frage: Was bedeutet Freiheit für mich persönlich?“ gar nicht richtig aufkommen kann, sondern eher ein Gefühl des:

„Egal, wie, bloß raus hier,“ den nötigen Schub gibt, um tatsächlich „raus“ zu gehen, bzw wirklich tief in sich Platz zu nehmen und sich auszudehnen.

Und plötzlich kann die Freude aufsteigen und plötzlich kann alles in Fluss kommen.

Gelingt es, in sich loszulassen, die Gedanken, die Glaubenssätze, all das, was da miteinander diskutiert, gelingt es, all dem den Rücken zuzudrehen, zeigt sich die Sonne hinter der Finsternis.

Das kann tatsächlich von einem Moment auf den anderen sein. Alles ist plötzlich klar, alles macht Sinn, alles fügt sich. Um am nächsten Tag wieder völlig durcheinander gewirbelt zu werden.

Ich möchte nicht sagen, der Sinn dahinter ist ein bestimmter-ich kann nur sagen, mir zeigt sich ein sichtbare Sinn hinter diesem hin und her der Zustände. Der eine als das, was wirklich ist und der andere als das, was die meisten Menschen angenommen haben und übernommen haben.

Man wird so lange darauf zurück geworfen, wie noch ein Mauersteinchen steht, damit man, nachdem sich der Sturm legt, nicht einfach wieder zurück geht in die alte windschiefe Hütte. Von der Hütte wird nicht mehr viel übrig sein, nach einigen Sprüngen von einem Zustand in den anderen.

Neubeginn

Eine weitere Qualität der ersten Septemberhälfte ist Neues, das sich zeigt. Das können Projekte sein, die nun beginnen erste Früchte zu tragen, Ideen, die begannen konkretere Form anzunehmen, eine neue Liebe, die erste Gehversuche macht. Egal was es ist- es signalisiert einen Umbruch mit viel Freude und auch Neugier. Erste Flugversuche in frischer Luft.

Also auf in den Herbst, ich freu mich darauf..und nicht vergessen: nicht anschnallen

In diesem Sinne,

Grüße von hier, Julia

 

Beiträge aus der gleichen Kategorie